PJ Harvey – Die melodische Missionarin

Leid und Elend. Zwei wichtige Stichwörter in der Playlist von Polly Jean, kurz PJ Harvey, genannt.

Die Musikerin ließ keinen Zweifel an ihrer Ernsthaftigkeit, mit der sie das Publikum besingt, auf der riesigen Bühne des Citadel Music Festivals aufkommen. In ihrem sozialkritischen Song „The Community of Hope” erzählt sie mit nostalgisch trällender Stimme von einem längst ausgeträumten amerikanischen Traum. Und die Masse unterstützt sie in diesem Glauben mit wiegenden Köpfen, erhobenen Händen und digitalen Aufnahmen in Form von Fotos und Videos. So auch die Band hinter und das Saxophon mit ihr. Alle wiegen sich in einer skrupellosen Welt dank kurzer Idylle.

PJ Harvey mag sich nicht festlegen, so wie sie Leid und Elend in ihren Songs verknüpft, so verbindet sie auch musikalische Genres. Blues, Indie, Country, Rock’n’Roll. Eine heiße Suppe, die nur schwer zu löffeln und nicht für Jedermann greifbar ist. Dennoch fühlten sich rund 7.000 Besucher dazu berufen, sich der melodischen Missionarin hinzugeben. Genügend Vorarbeit für eine vernünftig gefüllte Show hat PJ Harvey allemal geleistet. Für ihr aktuelles Album „The Hope Six Demolition Project“ besuchte sie mit einem Kriegsfotografen unter anderem den Kosovo, Ghettos amerikanischer Großstädte und Afghanistan, um sich ein eigenes Bild von dem Schicksal der Menschen in diesen Krisengebieten zu machen.

„Mit eindringlicher Stimme, begleitet von langjährigen Wegbegleitern, wie Mick Harvey und John Parish, offenbart sich die Sängerin als unversöhnliche Wundenkratzerin. Sie protokolliert das globale Elend und verpackt es in mal traurige, mal aufrüttelnde Melodien. Ein schöner Abend über eine unschöne Welt. Dabei versucht PJ Harvey erst gar nicht Versöhnlichkeit vorzugaukeln. Sie spart sich die Begrüßung, sie stellt zwar ihre zehn Musiker vor, weitere Ansagen aber bleiben aus. PJ Harveys Weltsicht wirkt zu düster für das Tageslicht. Und als das nach dem mehr als eineinhalbstündigen Konzert der Dämmerung, verschwindet eine große Künstlerin unter großem Applaus…“ (Textquelle: MAZ, Photo: Peter Engelke)

 

Bauarbeiten an der Zitadelle!

Die BVG teilte mit, dass vom 20.06.2016 bis Oktober 2016 der Bahnsteig in Richtung Spandau saniert wird. „In dieser Zeit halten die Züge, die aus Richtung Rudow kommen, nicht am U-Bahnhof Zitadelle“. Alternativ kann man auch nach Altstadt Spandau fahren und dann zurücklaufen, die Entfernung bleibt die gleiche. Weitere Infos dazu gibt´s HIER!

CYPRESS HILL erfinden die Nebelmaschine neu

25 Jahre Hip Hop wurden mit weißem Rauch, Herz und Seele zelebriert

Kurz vor 17 Uhr stehen die ersten erwartungsvollen Besucher vor der Zitadelle Spandau und fiebern einem großartigen Abend hingegen. Punkt 19 Uhr geht die Show los und auch zu diesem Zeitpunkt hat sich schon die Hälfte der Besucher vor der Bühne versammelt, um Karate Andi die vollste Aufmerksamkeit zu schenken. „Das ist Mucke gegen Bonzen mit ihrem Platinschmuck. Das ist Andi, willkommen im Karateclub.“ Musik, die auf eine gute Stimmung für den späteren Hauptact abzielt – Cypress Hill.

In einem Interview mit der Münchener Zeitung vom Vortag äußert Frontmann Sen Dog zur Frage: „Was ist das Wichtigste, das Sie in dieser Zeit gelernt haben?“ folgendes: „Ich denke Professionalität, zum Beispiel was Live-Auftritte angeht. Man lernt außerdem den Respekt vor der Musik. Egal was du machst, du musst sie respektieren, aber du bekommst im Gegenzug viel von ihr zurück.“ Und genau das haben sie bewiesen. Neben der Professionalität, scheint auch das Entertainment ein wichtiger Faktor für die drei Musiker, Sen Dog, B-Real und DJ Muggs, zu sein.

Die Fans hatten Spaß, besonders dann, als sie die große Wolke aus Weed vollends eingefangen hat. Man könnte meinen, Cypress Hill haben am gestrigen Abend die Nebelmaschine neu erfunden. 25 Jahre Hip Hop, welcher aus weißem Rauch, Herz und Seele gemacht ist, hätte man kaum besser zelebrieren können. Damit hat das Citadel Music Festival sich nun auch erfolgreich dem Genre Hip Hop bedient. Als Nächstes wird die Musikkiste des CMF unter anderem durch BECK, Editors und Massive Attack erweitert. Au ja! (Photo: Peter Engelke)

VOLBEAT – Große Bühne und viel Bier sorgen für neuen Aufwind

Mit Hommage, Charme und Bier feuern VOLBEAT die zweite Konzert-Ladung beim Citadel Music Festival ab

Am vergangenen Abend haben es die Dänen von VOLBEAT mit ihrer ausverkauften Rock-Show vor einem erwartungsvollen Publikum krachen lassen. Das zweite Konzert im Rahmen des Citadel Music Festivals ist nicht nur mit gigantischen Besucherzahlen, sondern auch mit einer Hommage an Muhammad Ali und dem Support von Uncle Acid & The Deadbeats zu einem feuchfröhlichen Bierabend für alle Teilnehmer geworden.

Der Volbeat-Sänger Michael Poulsen trägt die Legenden direkt am Herzen. Dazu gehören neben Motorheäd, auch Johnny Cash und Elvis – allesamt wahre Helden ihrer Zeit, denen VOLBEAT mit Gesang, Drums und Gittare zu einem Metal-Gewitter verhelfen. Ihr sechstes, erst kürzlich am 03. Juni erschienenes Album „Seal the Deal & Let’s Boogie“ wurde neben klassischen Hits wie „Sad Man’s Tongue“ oder „Fallen“ mit Feuer und Flamme zum Besten gegeben. Schlussendlich rundet die musikalische Einlage für Muhammad Ali das Konzert in der Zitadelle ab.

Hier gehts zu den noch bevorstehenden Acts des Citadel Music Festivals!

„Die verstorbene Box-Legende und die dänische Rock’n’Roll-Band passen zueinander wie die finale Faust ins Gesicht des Gegners. Wuchtig, hart, geradeaus – so war der Boxer und so sieht sich auch Poulsen, der Volbeat-Chef mit der abgerissenen Metal-Weste. Beim Konzert am Dienstagabend in der Zitadelle Spandau stellen er und seine drei Bandkollegen das unter Beweis. Mit ihrer vom Country angehauchten Version von Heavy Metal sind Volbeat zum Phänomen geworden. Kaum einer scheint Volbeat zu kennen, aber alle gehen hin. Der Auftritt in Spandau war neben denen der Superstars Adele und Rammstein eines der am schnellsten ausverkauften Berlin-Konzerte des Jahres.“

(Textquelle: Märkische Allgemeine, Photo: Thomas Spindler)

 

 

Citadel Music Festival startet mit DIE ANTWOORD in die Sommer-Saison

Mit 10.000 Besuchern ging am vergangenen Wochenende das Citadel Music Festival an den Start

Grund der ausverkauften Zitadelle in Spandau waren Die Antwoord, die das Publikum entschlossen und enthusiastisch in ihren Bann gezogen haben.“ Aai aai aai, I am your butterfly, I need your protection, be my samurai“ gibt wohl den besten Anlass, um ausgelassen zu tanzen und sich der Menge hinzugeben. Die beiden Künstler Watkin Tudor Jones alias Ninja und Andri du Toit alias Yolandi Visser beherrschen ihr Publikum bis in die letzten Reihen. Sowohl musikalisch, als auch choreographisch lassen sie all ihren Talenten freien Lauf. Ein Fest der Superlative.

Unterstützung fand die zweiköpfige Band aus Südafrika von dem Berliner Rapper Romano und dem KIZ-Mitglied DJ Craft. Die Party war dementsprechend lustig, laut und lasziv. Die Menge tobte ohne Ende und feiert den Start der Sommer-Saison gebührend, obschon das Wetter nur bedingt mitspielte. Die Antwoord lieferte eine atemberaubende Performance und bildet das Fundament eines großen Sommer-Spektakels, welches damit seinen Anfang findet. Berauschende Acts wie Beck, Cypress Hill und Massive Attack sorgen für jede Menge Abwechslung und werden euch noch genügend Anlass zur Zelebration des Sommers geben. Hier gibt´s alle Infos zum Citadel Music Festival!

„Das Citadel Music Festival ist ja kein Festival, wie beispielsweise das Rock am Ring, sondern eines, das sich über den ganzen Sommer verteilt. Mit Die Antwoord ist dennoch richtiges Festival-Feeling in die Zitadelle gezogen. Das lag zum Einen an dem Programm, das neben dem Headliner auch einen Auftritt von Romano und ein Set von DJ Craft bot – beides dankbar angenommen vom Publikum.

Bereits zwischen dem U-Bahnhof und der Zitadelle saßen auf jedem grünen Fleckchen die Konzert-Besucher und glühten noch mal ein bisschen vor oder rauchten einen. Und die Luft war stets geschwängert von Bier und Gras. Das Konzert von Die Antwoord war nur der Auftakt für den Konzertsommer in der Zitadelle.“ (Quelle: http://www.berlinmusic.tv, Photo: Peter Engelke)

Beck: Video-Teaser zur neuen Single „WOW“

Vom „Loser“ der Neunziger, bis hin zum „WOW“ der Neuzeit

Er ist das Chamäleon unter den Musikern – bunt, zeitlos und wandelbar. Nur eine Eigenschaft teilt der leidenschaftliche Musiker ganz sicher nicht mit dem sogenannten Erdlöwen – Stillstand, denn dieser wäre vermutlich sein Tod. Daher erfindet sich der US-Amerikaner aus Los Angeles immer wieder neu. Bestes Beispiel dafür liefert nun der Teaser seines neuen Tracks „Wow“, welcher folglich noch mit einem aussagekräftigen Video einher gehen soll.

Doch vorab nutzt der Musiker eine Vielzahl von Beiträgen diverser Künstler, Illustratoren und anderer Berühmtheiten bei Instagram, welche allesamt kleine Videos zu ihren „WOW“-Erlebnissen liefern, um ein ganzes Konstrukt entstehen zu lassen. Hier könnt ihr euch das Potpourri ansehen. Mit diesem Konzept hat der Virtuose mal wieder die Menschheit ausgetrickst. Oder um es mit einem Instagram-Kommentar seiner Fanbase über den Tausendsassa zu sagen: „You Are my life and my loaf“.

Mit „WOW“ erscheint also nun der beste Vorgeschmack auf ein wahnsinniges Venue des Pop-Giganten, wofür er obendrauf die stimmungsvollen „Band of Horses“ als Special Guest mit im Gepäck hat. Die in Kombination mit Beck wiederum, sicherlich ein hinreißendes Gespann liefern werden. Vom „Loser“ der Neunziger, bis hin zum „WOW“ der Neuzeit. 2016 ist das europäische Jahr des Chamäleons. Wusstet ihr das schon? Wenn nicht, dann ist es definitv an der Zeit, findet Beck bestimmt auch.

Das Konzert findet am 22. Juni 2016 in Berlin statt. Ob er neben „Band of Horses“ auch ein neues Album mitbringen wird, bleibt noch abzuwarten.

Zu den Tickets geht´s hier!

WOW / JUNE 2 @ NOON EDT #beckWOW

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