CYPRESS HILL erfinden die Nebelmaschine neu

25 Jahre Hip Hop wurden mit weißem Rauch, Herz und Seele zelebriert

Kurz vor 17 Uhr stehen die ersten erwartungsvollen Besucher vor der Zitadelle Spandau und fiebern einem großartigen Abend hingegen. Punkt 19 Uhr geht die Show los und auch zu diesem Zeitpunkt hat sich schon die Hälfte der Besucher vor der Bühne versammelt, um Karate Andi die vollste Aufmerksamkeit zu schenken. „Das ist Mucke gegen Bonzen mit ihrem Platinschmuck. Das ist Andi, willkommen im Karateclub.“ Musik, die auf eine gute Stimmung für den späteren Hauptact abzielt – Cypress Hill.

In einem Interview mit der Münchener Zeitung vom Vortag äußert Frontmann Sen Dog zur Frage: „Was ist das Wichtigste, das Sie in dieser Zeit gelernt haben?“ folgendes: „Ich denke Professionalität, zum Beispiel was Live-Auftritte angeht. Man lernt außerdem den Respekt vor der Musik. Egal was du machst, du musst sie respektieren, aber du bekommst im Gegenzug viel von ihr zurück.“ Und genau das haben sie bewiesen. Neben der Professionalität, scheint auch das Entertainment ein wichtiger Faktor für die drei Musiker, Sen Dog, B-Real und DJ Muggs, zu sein.

Die Fans hatten Spaß, besonders dann, als sie die große Wolke aus Weed vollends eingefangen hat. Man könnte meinen, Cypress Hill haben am gestrigen Abend die Nebelmaschine neu erfunden. 25 Jahre Hip Hop, welcher aus weißem Rauch, Herz und Seele gemacht ist, hätte man kaum besser zelebrieren können. Damit hat das Citadel Music Festival sich nun auch erfolgreich dem Genre Hip Hop bedient. Als Nächstes wird die Musikkiste des CMF unter anderem durch BECK, Editors und Massive Attack erweitert. Au ja! (Photo: Peter Engelke)