Lionel Richie – Liebeskummer adé

Er ist 67 Jahre alt. Er ist lebenserfahren. Er ist der Soul schlechthin. All diese Eigenschaften machen Lionel Richie, zu dem was er ist.

Er hat Wiedererkennungswert und verzaubert sein Publikum, ob jung oder alt, mit Songs die das Herz berühren. Die Show ist eigentlich recht simpel, der Master of Soul braucht keine großartige Effekthascherei auf der Bühne oder Videobotschaften auf der Leinwand. Das Einizige womit er arbeitet, ist seine Stimme und die hat es noch gewaltig drauf. Er nimmt es lässig und gekonnt mit dem Citadel Music Festival auf.

Zwar kommt nicht viel Neues, doch seine Hits, darunter „Hello“ oder „Three Times A Lady“, „Say You, Say Me“ bis „Endless Love“, welchen er einst mit Diana Ross im Duett sang, treffen sofort ins Schwarze wie ein Blitz. Mit „All Night Long“ verabschiedet er sich heimlich von seinem Publikum und kehrt nicht wieder, trotz jubelnder Ovationen. Stattdessen lässt er seine Fans dreier Generationen zurück, die dennoch mit lächelnden Gesichtern die Zitadelle verlassen und froh sind, dass sie früh ins Bett kommen. Schließlich es für viele schon sehr spät.

„Er gibt sich lässig, bodenständig und bestens gelaunt. Er ist von einer entwaffnenden Herzlichkeit, und dennoch wird man an diesem Abend das Gefühl nicht los, hier macht ein Show-Profi Dienst nach Vorschrift. Richie serviert seine emotionsbewegten Liebeslieder wie „Three Times A Lady“ oder „Hello“ im Wechsel mit pulsierender Partymusik, mit treibenden Funk-Hymnen voll krachender Gitarrensoli. Bei Commodores-Klassikern wie „Brick House“ oder „Fire“ wird die Freilichtbühne zur Open-Air-Disco.“ (Textquelle: Berliner Morgenpost, Photo: Peter Engelke)